UNITED HEAT Görlitz/Zgorzelec

Im Rahmen des europäischen Leuchtturmprojekts „United Heat" planen die Stadtwerke Görlitz gemeinsam mit dem polnischen Versorger SEC Zgorzelec die grenzüberschreitende Dekarbonisierung der Fernwärmeversorgung beider Nachbarstädte bis 2028. BLS Energieplan übernimmt als Generalplaner das Arbeitspaket WP11, eine der technisch anspruchsvollsten Einzelmaßnahmen des Gesamtprojekts.
Standort
Sachsen
Auftraggeber
Stadtwerke Görlitz AG
Investitionsvolumen
ca. 194 Mio. €
Projektzeitraum
2024 - 2029

Im Rahmen des europäischen Leuchtturmprojekts „United Heat" planen die Stadtwerke Görlitz gemeinsam mit dem polnischen Versorger SEC Zgorzelec die grenzüberschreitende Dekarbonisierung der Fernwärmeversorgung beider Nachbarstädte bis 2028. BLS Energieplan übernimmt als Generalplaner das Arbeitspaket WP11, eine der technisch anspruchsvollsten Einzelmaßnahmen des Gesamtprojekts.

Auftrag

Innerhalb des Projekts UNITED HEAT plant BLS Energieplan als Generalplaner die zentralen Erzeugungskomponenten für die Dekarbonisierung der Fernwärme in Görlitz. Unser Arbeitspaket umfasst die Planung einer Freiflächen-Solarthermieanlage mit rund 70.000 m² Bruttokollektorfläche, eines saisonalen Erdbeckenspeichers (PTES) mit circa 210.000 m³ Speichervolumen, einer Großwärmepumpe mit rund 4,5 MW thermischer Leistung sowie einer Power-to-Heat-Anlage mit circa 6 MW thermischer Leistung.

Die im Sommer solar erzeugte Wärme wird im Erdbeckenspeicher saisonal eingelagert und im Winter in das Fernwärmenetz eingespeist. Ergänzend wird die Großwärmepumpe genutzt sowie netzdienlich die Power-to-Heat Anlage. BLS begleitet das Projekt von der Vorplanung über den Variantenvergleich bis zur Auslegung der Schnittstellen zu Netz, Hydraulik, Elektrotechnik und Bau.

Das Gesamtprojekt wird durch EU-Mittel (CEF-Programm) und nationale BEW-Förderung unterstützt. Das kommunizierte CO₂-Einsparpotenzial liegt bei bis zu 48.000 Tonnen pro Jahr.

Leistungen

  • Generalplanung einer großflächigen Freiflächen-Solarthermieanlage mit ca. 70.000 m² Bruttokollektorfläche im Gewerbegebiet Görlitz Nord, eine der größten Solarwärmeanlagen in Ostdeutschland
  • Dimensionierung und konstruktive Einbindung eines saisonalen Erdbeckenspeichers (PTES) mit rund 300.000 m³ Volumen zur jahreszeitlichen Entkopplung von Erzeugung und Verbrauch
  • Auslegung und Systemintegration einer Großwärmepumpe (ca. 4,5 MW) zur effizienten Nutzung des Niedrigtemperatur-Wärmeangebots aus Solar und Erdspeicher
  • Planung einer Power-to-Heat-Anlage (P2H) mit ca. 6 MW thermischer Leistung zur flexiblen Nutzung von Überschussstrom und zur Systemstabilisierung
  • Entwicklung des betrieblichen Zusammenspiels aller Erzeugerkomponenten: Solarthermie, PTES, Wärmepumpe und P2H, für einen optimierten Gesamtanlagenbetrieb
  • Koordination aller Planungsschnittstellen mit angrenzenden Arbeitspaketen, insbesondere Fernwärmenetz, SCADA-System und Netzhydraulik
  • Vollständige Vorplanung, Entwurfsplanung und Genehmigungsplanung gemäß HOAI Leistungsphasen 1–4 für Gebäude, Ingenieurbauwerke und technische Ausrüstung, mit dem Ziel einer nahtlosen Übergabe an die Ausführungsphase
  • Erarbeitung der Genehmigungsstrategie und Federführung im Bauantragsverfahren unter Berücksichtigung aller relevanten Behörden, Querungsvereinbarungen und Umweltaspekte
  • Erstellung von Funktions- und Qualitätsbeschreibungen als Grundlage für die funktionale Leistungsbeschreibung der Realisierungsphase, strukturiert nach DIN 276 auf Ebene der Kostengruppen
  • Beitrag zur Energiewende im europäischen Maßstab: Die Anlage liefert erneuerbare Wärme für das Fernwärmenetz Görlitz und ist Teil einer grenzüberschreitenden, fossilen Energien abkehrenden Wärmeversorgung als Vorbild für mittelgroße Städte in Europa

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