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Seit 1984 fördert die Stadtwerke Waren GmbH Wärme aus einer Tiefengeothermieanlage am Heizkraftwerk Papenberg. BLS Energieplan hat im Auftrag der Stadtwerke Waren GmbH ein Konzept zur Modernisierung und Optimierung dieser Anlage erarbeitet – für eine zukunftssichere und klimafreundliche Fernwärmeversorgung in Waren (Müritz).
Ziel des Planungsvorhabens ist die Optimierung der Ausbeute der am Standort Heizkraftwerk Papenberg vorhandenen Tiefengeothermieanlage. Das Heizkraftwerk versorgt über zwei Fernwärmenetze insgesamt 43 Wärmeabnahmestellen mit einer Gesamtanschlussleistung von 8.887 kW. Die Spitzenlast beider Heiznetze beträgt 6,0 MW, die jährliche Gesamtenergiemenge liegt bei ca. 15 GWh.
Die bestehende Geothermieanlage ist über einen Wärmetauscher indirekt zur Rücklaufanhebung in das Fernwärmenetz eingebunden. Vor dem Hintergrund der aktuellen Energiepolitik und des Ziels der Klimaneutralität soll der Anteil erneuerbarer Energien deutlich gesteigert werden. Dazu wird ein Wärmepumpensystem vorgesehen, das die Geothermie als Wärmequelle nutzt und den Fernwärmerücklauf auf Vorlauftemperaturen anhebt. Ergänzend werden die Reaktivierung bestehender Wärmespeicher sowie die Optimierung der Abnehmerseite zur Erhöhung der hydraulischen Netzkapazität geprüft.
Im Rahmen der Vorplanung (HOAI LP 2) wurden vier Varianten zur Wärmepumpenintegration untersucht – mit Maschinen der Hersteller Johnson Controls (Ammoniak-Kältemittel R717) und Carrier (HFO-Kältemittel R1234ze). Die Varianten reichen von einer Einzelmaschine mit bis zu 2.138 kW Wärmeleistung bis hin zu Dreimaschinen-Systemen, die bis zu 99,7 % der jährlichen Wärmebereitstellung übernehmen können.

