Im August 2024 war es soweit: Die drei Flusswasser-Wärmepumpen wurden in das Maschinenhaus der iKWK-Anlage Gießen eingebracht. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse vor Ort mussten die Großkomponenten auf Schienen aus Europaletten in zwei Richtungen in den Raum geschoben werden – ein logistischer Kraftakt, der reibungslos gelaufen ist.
Aktuell laufen die abschließenden Arbeiten auf der Baustelle: Die elektrische Einspeisung steht kurz vor dem Abschluss, die Verrohrung ist weitgehend fertiggestellt. Die Inbetriebnahme ist für April bis Juni 2026 geplant.
Ein zentraler Faktor im Projektverlauf war das Genehmigungsverfahren. Der Einsatz von Ammoniak als natürlichem Kältemittel in unmittelbarer Gewässernähe war für die zuständigen Behörden ein neues Terrain. Der frühzeitige Einbezug der Behörden war entscheidend – dennoch vergingen zwischen abgeschlossener Planungsphase und positivem Förderbescheid fast zwölf Monate.
Das zeigt: Innovative, klimawirksame Projekte brauchen nicht nur technische Lösungen, sondern auch skalierbare Genehmigungsprozesse. Standardisierte Prüfpfade für Kältemittel wie Ammoniak würden vergleichbare Vorhaben künftig erheblich beschleunigen.
