Aktuelle Ergebnisse der Gasnetzgebietstransformationsplanung (GTP) von H2vorOrt sprechen eine klare Sprache: Rund 20 % der Gasnetze werden bis 2045 stillgelegt. Wer jetzt nicht handelt, riskiert Kostensteigerungen von bis zu 60 % pro Kilowattstunde und „Stranded Assets“.
Die Fakten: Weniger Volumen, höhere Kosten
Die knapp 250 beteiligten Unternehmen der Gaswirtschaft kommen zu einem eindeutigen Ergebnis: Bis 2045 wird zwar nur noch die Hälfte des heutigen Volumens transportiert, aber die Kosten für die Infrastruktur bleiben. In erster Näherung steigen so die Kosten je gelieferter kWh um ca. 60 %. Ein Faktor, der die Entscheidungsfindung in jedem Heizungskeller massiv beeinflussen wird.
Gleichzeitig planen knapp die Hälfte der Unternehmen mit Wasserstoff und Biomethan – 9 % wollen gar kein Gasnetz mehr betreiben.
Das Risiko: Stranded Assets
Die Komplexität steigt: Kommunale Wärmeplanung, Fernwärmeausbau (BEW), Wasserstofffahrpläne und dezentrale Wärmepumpen sind kritische Parameter. Wer hier nicht aufpasst, investiert in Infrastruktur, die in wenigen Jahren nutzlos ist („Stranded Assets“).
Die Lösung: Spartenübergreifende Zielplanung
Für regionale Netzgesellschaften ist eine isolierte Betrachtung nicht mehr zielführend. Eine spartenübergreifende Planung für Strom, Wärme und Gas ist unabdingbar, um Kosten und Umsetzungsprämissen realistisch einzuschätzen.
Unser Ansatz bei BLS Energieplan
Wir sind bereits aktiv in Projekten mit Netzgesellschaften, um aufbauend auf BEW-Transformationsplänen nun Zielnetzplanungen für Gas und Strom nachzuziehen. Unser Ansatz ist ganzheitlich:
Erste Ergebnisse zeigen Kosteneffizienzen im zweistelligen Prozentbereich gegenüber einer passiven Strategie. Damit stellen Sie sicher, dass nur die Infrastruktur geplant und gebaut wird, die wirklich benötigt wird.
