CO₂-Differenzverträge / Klimaschutzverträge (KSV)

Vorbereitendes Verfahren gestartet: Jetzt erfolgreich qualifizieren

4. November 2026 | online | Webinar: CO2-Differenzverträge – Start des vorbereitenden Verfahrens 2027
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Neu:Vorbereitendes Verfahren 2027 gestartet
Frist:Teilnahme am Vorverfahren bis 14.12.2026
Budget:Bis zu 8,7 Mrd. € im Haushaltsentwurf 2027
2027:Technologiespezifische Fördertöpfe
Neu:Vorbereitendes Verfahren 2027 gestartet
Frist:Teilnahme am Vorverfahren bis 14.12.2026
Budget:Bis zu 8,7 Mrd. € im Haushaltsentwurf 2027
2027:Technologiespezifische Fördertöpfe
Partnerschaft

Rechtssicherheit. Modellierung. Umsetzungskompetenz.

CCfD 2027

Vorbereitendes
Verfahren 2027
19.10.–14.12.2026
Start
Gebotsverfahren
voraussichtlich 05/2027
Abgabefrist
Gebote
ca. 09/2027
Zuschläge ca. Ende 2027
50%-Ziel ab 4. vollst. Kalenderjahr
85%-Ziel letzte 12 Monate der Laufzeit
Vertragsende 15 Jahre nach operativem Beginn

CCfD 2026

Abgabefrist
Vorverfahren 2026
01.12.2025
Förderaufruf 05.05.2026
Abgabefrist
Gebote
09.09.2026
Prüfung &
Zuschläge
bis Ende 2026
Bestandskraft
Zuwendungsbescheid
ca. 01/2027
Spätester operativer
Beginn
01/2031
50%-Ziel ab 01/2034
85%-Ziel ab 01/2045
Vertragsende 01/2046
Hinweis: Alle Angaben beziehen sich auf den aktuellen Kenntnisstand (Oktober 2026). Das vorbereitende Verfahren 2027 läuft vom 19.10. bis 14.12.2026 (materielle Ausschlussfrist). Die Teilnahme ist Voraussetzung für ein Gebot im Gebotsverfahren 2027. Dessen Start ist für Mai 2027 geplant und steht unter dem Vorbehalt verfügbarer Haushaltsmittel sowie der beihilferechtlichen Genehmigung durch die EU-Kommission.

Die Entscheidungstreiber

Bis zu 8,7 Mrd. € sieht der Haushaltsentwurf 2027 für CO₂-Differenzverträge vor, vorbehaltlich der Zustimmung des Bundestags und der EU-Genehmigung. Die Runde 2026 mit 5 Mrd. € war deutlich überzeichnet. Für das Gebotsverfahren 2027 ist die Teilnahme am vorbereitenden Verfahren bis 14.12.2026 Voraussetzung.
8,7 Mrd. €
Staatlich geförderter Kostenausgleich für CAPEX & OPEX über 15 Jahre
Die Fördermechanik gleicht die Mehrkosten innovativer Technologien gegenüber dem Referenzsystem aus und schließt so die Wirtschaftlichkeitslücke.
Hoher Wettbewerb: Gebotsrunde 2026 deutlich überzeichnet
21 Gebote, beantragte Mittel klar über dem Budget. Den Zuschlag erhalten die förderkosteneffizientesten Vorhaben. Ein belastbar kalkulierter Basisvertragspreis entscheidet.
Neu ab 2027: eigene Fördertöpfe für H, CCU/CCS und Prozesswärme
Das Fördervolumen wird erstmals technologiespezifisch aufgeteilt: in eigene Töpfe für Wasserstoff, CCU/CCS und Prozesswärme. Für Wasserstoff sind bei ausreichendem Interesse mindestens 1,5 Mrd. € vorgesehen, innerhalb des Prozesswärme-Topfs ist ein Teil für Hochtemperaturprozesse reserviert.

Do’s

  • Technik, Business Case und Förderlogik gemeinsam entwickeln
    Integriertes Zielbild von Anfang an aufbauen, nicht nacheinander. Wer Technik, Wirtschaftlichkeit und Fördervoraussetzungen getrennt betrachtet, riskiert ein Konzept das in der Gebotsphase nicht trägt.
  • Gesamtsystem früh durchplanen
    Schnittstellen, Flächen, Logistik und Infrastruktur gehören in die frühe Konzeptphase, nicht erst nach Zuschlag. Optimierte Teilprojekte die im Gesamtverbund nicht funktionieren führen ins Aus.
  • Belastbare Zahlen und Annahmen aufbauen
    CAPEX, OPEX, Energiepreise und CO₂-Preise konsistent und nachvollziehbar modellieren. Unrealistische Annahmen fliegen spätestens in der Umsetzungsphase auf.
  • Risikoverteilung entlang der gesamten Kette früh strukturieren
    Technologiepartner, Lieferanten, Transport und Speicherung frühzeitig verhandeln. Risikoverteilung die erst kurz vor Abschluss geklärt wird gefährdet das gesamte Vorhaben.
  • Genehmigung, Bau, Betrieb und Finanzierung früh einbeziehen Umsetzung von Anfang an mitdenken, nicht erst nach Zuschlag. Wer Governance und Steuerung unterschätzt riskiert das Scheitern kurz vor oder nach dem Zuschlag.

Don’ts

  • Konzept erst im Gebotsverfahren entwickeln
    Zu spät, zu unsauber und selten wettbewerbsfähig. Die Gebotsphase dauert rund vier Monate, zu wenig für eine solide technoökonomische Grundlage.
  • Technik, Förderung und Wirtschaftlichkeit getrennt betrachten Führt zu Konzepten die entweder nicht förderfähig oder wirtschaftlich nicht tragfähig sind. Beide Dimensionen müssen von Beginn an integriert entwickelt werden.
  • Angebote erst nach Zuschlag einholen
    Verhandlungen nach öffentlicher Bekanntgabe hoher Förderbeträge führen zu einer schlechten Verhandlungsposition gegenüber Technologie und Baupartnern.
  • Externe Beratung erst kurz vor der Abgabe einbinden
    Die Komplexität aus Förderlogik, Rechtsrahmen und technoökonomischer Modellierung erfordert einen Vorlauf von 6 bis 12 Monaten. Frühzeitige Einbindung ist kein Kostenfaktor, sie ist Voraussetzung für ein wettbewerbsfähiges Gebot.
  • Erwartungen gegenüber Konsortialpartnern ungeklärt lassen
    Schnittstellen und Verantwortlichkeiten im Konsortium müssen vor Einreichung definiert sein. Unklare Strukturen werden im Prüfverfahren zum Problem.

Pressemitteilungen

FAQ

Warum brauchen wir alle drei Partner gemeinsam?

"Wir kombinieren drei Dinge, die in der Praxis selten zusammenkommen: rechtssichere Struktur, belastbare Modellierung und echte Umsetzungskompetenz. Ohne diese Kombination scheitern heute die meisten Projekte."

Luther Rechtsanwaltsgesellschaft mbH übernimmt die juristische Begleitung, KSV-Compliance und Kommunikation mit dem BMWE. BLS Energieplan GmbH liefert die technoökonomische Modellierung, Gebotspreisermittlung und Qualitätssicherung der Antragsunterlagen. Drees & Sommer SE bringt den unabhängigen CapEx/OpEx-Realitätscheck, technische Validierung und Umsetzungskompetenz als Owner's Engineer. Alle drei Dimensionen sind im KSV-Verfahren gleichzeitig erforderlich.

Was sind CO₂-Differenzverträge / Klimaschutzverträge?

CO₂-Differenzverträge (auch Klimaschutzverträge oder KSV) sind ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE). Sie gleichen die Mehrkosten aus, die energieintensiven Unternehmen durch den Umstieg auf klimafreundliche Produktionsverfahren entstehen — sowohl für die Errichtung der Anlage (CAPEX) als auch für den laufenden Betrieb (OPEX). Die Förderung läuft über 15 Jahre und basiert auf einem wettbewerblichen Auktionsverfahren, bei dem Unternehmen Gebote in Euro pro eingesparter Tonne CO₂ abgeben.

Wie funktioniert der Auszahlungsmechanismus konkret?

Der Basisvertragspreis (BVP) entspricht dem Gebotspreis in €/t CO₂ und ist über die gesamte Laufzeit konstant. Ein Dynamisierungsmechanismus berücksichtigt den tatsächlichen Energiebezug und die Energiepreise. Liegt der effektive CO₂-Preis unter dem dynamisierten Vertragspreis, zahlt der Staat die Differenz an das Unternehmen. Übersteigt der CO₂-Preis den Vertragspreis, kehrt sich die Zahlungsrichtung um — das Unternehmen zahlt zurück. Die maximal mögliche Auszahlung wird jährlich durch einen steigenden CO₂-Absicherungspreis begrenzt.

Wer ist antragsberechtigt?

Antragsberechtigt sind Unternehmen aus energieintensiven Branchen,die dem EU-Emissionshandelssystem (EU-ETS) zugeordnet sind.

Voraussetzungen: jährlicher THG-Ausstoß von mindestens 5 kt CO₂-Äquivalenten im Referenzsystem, geplante THG-Minderung von mindestens 50% ab dem vierten vollständigen Kalenderjahr und von 85% in den letzten zwölf Monaten der Laufzeit.

Förderfähige Sektoren: z.B. Chemie, Zellstoff & Papier, Primärstahl, Metalle, Zement & Kalk, Keramik sowie Glas & Gips.

Wann müssen wir spätestens mit der Vorbereitung beginnen?

Die wesentlichen Vorarbeiten (u. a. technische Konzeptoptionen, Machbarkeit, Mehrkostenermittlung sowie technoökonomische und juristische Risikoanalysen) sollten 6 - 12 Monate vor dem Förderaufruf starten. Mit dem Förderaufruf beginnt die Gebotsphase, in der Unterlagen finalisiert, abgestimmt und eingereicht werden.

Warum sollte ich mir genau jetzt Unterstützung durch Beratung sichern?

Aufgrund der Komplexität der Förderlogik ist es ratsam, so früh wie möglich externe Unterstützung einzubinden. Je nach Umfang des Vorhabens sollten intern ausgearbeitete Konzepte extern validiert werden. Insbesondere bei Fördersummen von bis zu mehr als 1 Mrd. € empfiehlt es sich, frühzeitig intern ermittelte Basisvertragspreise prüfen zu lassen und die zugehörigen Risikoanalysen durchzuführen.

Unsere Rollen im Projektverlauf

4-Phasen des CO₂-Differenzvertrag/Klimaschutzvertrag 2026

BVP: Basisvertragspreis | KSV: Klimaschutzvertrag | KPI: Key Performance Indicators.

*Der Förderaufruf für das Gebotsverfahren 2026 im Rahmen des Förderprogramms CO2-Differenzverträge / Klimaschutzverträge (KSV) ist zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Darstellung nicht veröffentlicht. Die skizzierten Zeitpunkte basieren auf einer unverbindlichen Prognose.